GV Immergrün Rockenberg

Schlechte Menschen haben keine Lieder.

Immergrün Rockenberg zelebriert die kommenden Feiertage.

„Stimmungsvolles Chorkonzert in Rockenberg“

„Es kommt ein Schiff geladen“. Titel des ersten Liedes des gemischten Chores und perfekte Einleitung für ein abwechslungsreiches Konzert. „Das Segel ist die Liebe…“ – die Liebe, die unseren Weg bestimmt, uns leitet und für uns Menschen unverzichtbar ist“, so die Moderatorin des Abends, Kathrin Bauer. Klassiker wie „Kommet nach Bethlehem“ oder „Der Heiland ist geboren“. Egal ob es um Flüchtlinge geht oder um das Bedürfnis nach Heimat, die wichtigen Themen bleiben zeitlos und es macht Sinn gerade an Weihnachten, dem Fest der Liebe, daran zu denken.

Martin Wettner, 1. Vors. des Immergrün fand Worte des Dankes, für die Mitwirkenden und den Hausherrn Pfarrer Battenfeld, bereits zur Begrüßung. Er wollte das Publikum nicht am Ende eines Konzertes mit allzuviel Ansprache aus einer feierlichen Stimmung reißen, was sich als gute Sache erweisen sollte.

Musikalisch schwungvoll betrat der Cantico Verde, unter der Leitung von Monika Bayer, die Bühne.„Go, tell it on the Mountain“, jedermann soll die gute Nachricht empfangen. Ein Heiland ist geboren, tragt diese Nachricht in jeden Winkel der Erde, so die Botschaft des Stückes.  „Koppangen“, übersetzt: Krippe, erinnert uns an die bescheidene Herkunft von Jesus Christus und man könnte sich fragen, was ist wirklich wichtig für unser Leben. Wie viel sind all die Äußerlichkeiten um uns wirklich wert? Fast zwangsläufig fragt man sich, was tut mir eigentlich wirklich gut?

Was sicher allen Menschen und ganz besonders Sängern und Sängerinnen guttut ist das Miteinander. Gemeinsamkeiten pflegen, Freundschaft schließen, sich in großer Runde der Musik hingeben. Die beiden Chorgruppen Contakt Concordia und Liedschatten Hüttenberg bereicherten das Konzert mit ihren Beiträgen „Do you hear what I hear“, „I lift my heart“ und „Es ist ein Ros‘ entsprungen“. Beide Damenensembles brachten einen ganz eigenen  Klang mit, der viel zu der feierlichen Atmosphäre des Abends beitrug und was sowohl das Publikum als auch die Sänger und Sängerinnen des Immergrün mit viel Applaus honorierten. Beide Chöre stehen übrigens, genau wie der gemischte Chor des Immergrün unter der Leitung von Rita Bayer – Groß; ein Umstand der die Zusammenarbeit natürlich wesentlich begünstigte.

Zum klanglichen Erlebnis gereichte der Beitrag der Solistinnen Juliane Müller und Svenja Haberland. Von der Empore füllte „Ave Maria stella“ die Kirche mit glockenklaren Tönen. Aus Stimmen geformte „Seifenblasen“ regneten auf das Publikum herab und setzten sich hernieder auf entzückte Gesichter, und so manche Träne gesellte sich dazu.

Es war sicher keine leichte Aufgabe für den gemischten Chor sich jetzt zu konzentrieren. Die beiden Stücke „Ein Kind gebor’n zu Bethlehem“ und besonders das allseits beliebte „White Christmas“ konnten aber durchaus mithalten. Und wirklich; das Publikum ließ sich nicht lumpen. Applaus, Applaus – sehr wohlverdient!

Den „Schlussspurt“ übernahm noch einmal der Cantico Verde. Chorleiterin Monika Bayer hatte gewählt. „Calypso Carol“ und „Winterwonderland“. Schup, schup, schup… man hörte die Schlittenfahrt durch Schnee und Eis, das knirschen unter den Füßen. Die weiße Winterlandschaft wurde mit viel Herz besungen. Mit Herz, mit Hingabe und mit Vorfreude auf das, was uns das Weihnachtsfest wohl bringen mag –  vielleicht ja wirklich eine weiße Weihnacht…?

Ob diese Wunsch in Erfüllung gehen wird, wird sich zeigen. Hoffnung und Dankbarkeit

waren jedenfalls spürbar. Dazu passte wunderbar ein kerniges Goethe – Zitat: „Und seid von Herzen froh, das ist das A und O“. Damit – und mit einem gemeinsam gesungenen „Oh, du fröhliche“ ging ein wundervoller Konzertabend zu Ende. Alle waren jetzt bereit; die Sänger und Sängerinnen erschöpft aber glücklich; die Zuhörer voller Dankbarkeit. Weihnachten kann kommen.

weihnachtskonzert 14 409